Ein kleines itch.io-Game hat mich in eine Geschichte gezogen, die ich nicht kommen sah und die ich so schnell nicht vergessen werde.
Ich liebe itch.io Games. Sie sind mit Herzblut gemacht, sie sind kurzweilig und es gibt jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Während in den Top-Charts meist Horror-Games dominieren, schaue ich mich aktiv in meinen Lieblingskategorien um. Und heute bin ich auf ein kleines Point-and-Click-Adventure namens The Lighthouse gestoßen.
Ich komme in einem Leuchtturm an. Irgendwie lebe ich hier, lese hier, schreibe hier. Doch kaum angekommen, kriecht die Kälte unter die Haut. Ich suche nach einer Möglichkeit, Feuer zu machen und finde Streichhölzer. Keine Minute später habe ich ein Feuer im Ofen gemacht und Wärme breitet sich aus. Aber wo bin ich überhaupt?
Ich sehe ein Gerät, mit dem sich scheinbar Signale empfangen und versenden lassen, doch es ist kaputt. Ein herumliegender Schraubenschlüssel löst das Problem, und das Gerät erwacht zum Leben. Ich erhalte eine schreckliche Nachricht: HILFE! Irgendwo da draußen braucht jemand mich.
Ich greife zum Teleskop und schwenke den Blick über das Wasser. Und tatsächlich: Ein Schiff, das vorher nicht da war. Das muss es sein. Das muss die Person in Notlage sein. Aber ich bin auch vorsichtig: Erstmal hole ich meine Waffe, die ich (natürlich) unter meinem Ohrensessel verstaut habe.

Ich drehe mich um. Eine grün angelaufene Gestalt steht hinter mir. Ich frage nach dem Warum, nach dem Woher, was sie will. Keine Antworten, nur heftiges Zittern. Dann ein HILFE! und der Satz: “Wir sind alle dran. Die Welt geht unter!” – Drücke ab. Die Gestalt sinkt zu Boden.
Ich renne zum Teleskop und suche nach der Ursache für die mysteriösen Nachrichten der Gestalt. Ich sehe ein Monster, das das Schiff in die Tiefe reißt und sich dann langsam in Richtung Leuchtturm dreht. Es kommt. Direkt auf mich zu.
Das Letzte, was ich sehe, ist ein Tiefsee-Monster, das den Leuchtturm verschluckt.
